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13.08.2018

URLAUB 03.09.18 - 07.09.18

 

Unsere Praxis ist vom 03.09.18 - 07.09.18 wegen Urlaub geschlossen.

 

Vertretung vom 03.09.18 - 07.09.18:

Dr. Werner Ruppert

Hauptstr. 25, 91074 Herzogenaurach

Tel.Nr.: (09132) 80 70

 

Vertretung vom 06-09.18 - 07.09.18:

Dr. Werner Ziegler

Graf-Goswin-Weg 12, 91086 Aurachtal

Tel.Nr.: (09132) 73 53 33

 

Ab Montag den 10.09.18 sind wir wieder zu den gewohnten Zeiten für Sie da.

Unser Praxisteam wünscht Ihnen eine schöne Ferienzeit!

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02.08.2018

GEÄNDERTE ÖFFNUNGSZEITEN !!!!!!!!

Montag 8:00 – 13:00   und   14:00 – 18:00
Dienstag 8:00 – 14:00   und   15:30 – 19:30
Mittwoch 8:00 – 14:00
Donnerstag 8:00 – 13:00   und   14:00 – 18:00
Freitag 8:00 – 12:00
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11.05.2015

Zahnpflege beugt gefährlichen Erkrankungen vor

Der Zusammenhang zwischen einer bakteriellen Entzündung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis), Zahnfleischbluten und Zahnausfall ist seit langem bekannt. Eine Parodontitis führt langsam, aber stetig zum Abbau des Zahnhalteapparates und der knöchernen Zahnfächer mit Folgen des Zahnverlustes.

Man kennt begünstigende und vermeidbare Faktoren solcher Zahnfleischerkrankungen wie Rauchen und schlechte Pflege.

Nach neueren Untersuchungen stellen chronische Zahnfleischentzündungen ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Diabetes mellitus -Patienten und Schwangere dar.

Auf dem jährlichen Kongress der International Association for Dental Research in Florida wurde eine neue Studie zu diesem Thema vorgestellt. Im Rahmen der Studie wurden fast 1400 Pima-Indianer auf den Zustand der Zähne, des Zahnfleisches und auf Herzerkrankungen untersucht. Man stellte fest, dass solche Studienteilnehmer mit Parodontitis ein 2,7fach größeres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden, als solche mit gesundem Zahnfleisch.

Schon andere Studien haben solche Zusammenhänge gezeigt. Dabei wurde jedoch nie die zusätzliche Bedeutung des Rauchens für die Infarktentstehung durch ein entsprechendes Studiendesign ausgeschlossen. Anders bei der nun vorgestellten Untersuchung. Da die untersuchten Pima-Indianer kaum rauchen, fällt dieser Faktor als wichtiger Verursacher von Blutgefäßveränderungen und späterem Herzinfarkt weg, und andere Faktoren können spezifischer untersucht werden.

Nach Meinung von Professor Thomas Kocher von der Universität Greifswald sind nicht alle Menschen für eine solche Parodontitis gleich anfällig. Zu der Erkrankung komme es vor allem dann, wenn das Gleichgewicht zwischen den Bakterien in der Mundhöhle und den Abwehrmechanismen gestört sei. Wenn die Abwehrzellen und Antikörper mit den Bakterien fertig werden, geht die Entzündung allmählich zurück. Ansonsten schreitet die Zerstörung des Zahnhalteapparates fort. Dabei bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ansiedeln.

Ein besonderer Risikofaktor für das Fortschreiten der Parodontitis ist die Zuckerkrankheit, der Diabetes mellitus. Aber auch Osteoporose fördert eine chronische Zahnfleischentzündung. Andererseits scheint die Parodontitis auch die Stoffwechsellage bei Diabetikern ungünstig zu beeinflussen, so dass der Diabetes mellitus oft nur sehr schwer einstellbar ist. Deshalb können durch eine Behandlung der Parodontitis die Blutzuckerwerte deutlich verbessert werden.

Bereits vor zehn Jahren wurde erstmals darüber berichtet, dass chronische Entzündungen der Mundhöhle und des Zahnfleisches häufiger mit einem Herzinfarkt einhergehen. In einer weiteren Untersuchung einige Jahre später wurden dies Ergebnisse bestätigt.

Auch neuere Beobachtungen bestätigen die eindeutige Korrelation zwischen schlechter Mundgesundheit und Herzinfarkt beziehungsweise Schlaganfall. So findet sich bei Patienten mit Karies oder chronischer Zahnfleischentzündung ein um 25% erhöhtes Risiko für eine koronare Herzerkrankung im Vergleich zu Zahngesunden.

Bei dieser Erkrankung sind die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen und Verkalkungen eingeengt, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Häufig ist ein Zusammentreffen von Parodontitis und Herzinfarkt bei Männern zwischen 25 und 49 Jahren. Insgesamt ist das Risiko für koronare Herzkrankheit um den Faktor 1,7 und für den Schlaganfall sogar um den Faktor 2,8 bei Vorliegen einer Parodontitis als gleichwertigen Risikofaktor neben den bisher bekannten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Blutfetterhöhung und Rauchen ansehen.

Als Ursache für diese erhöhte Komplikationsrate wird diskutiert, dass durch die chronischen Entzündungsprozesse an den Zähnen Substanzen freigesetzt und in die Blutbahn abgegeben werden, die zu einer verstärkten Gerinnselbildung führen. Dadurch kann ein vorgeschädigtes Gefäß verstopft werden, mit der Folge eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles.

Darüber hinaus könnten aber auch die in die Blutbahn eingeschwemmten Bakterien oder die von ihnen abgegebenen Giftstoffe, so genannte Toxine, in die Wände der Blutgefäße eindringen und über einen anhaltenden Entzündungsprozess das Krankheitsbild der Arteriosklerose in Gang setzen oder verstärken. Es gelang nämlich, bei operierten oder verstorbenen Patienten mit koronarer Herzerkrankung in den Wänden der Herzkranzgefäße bestimmte Bakterien nachzuweisen, die aus der Mundhöhle stammen könnten.

Interessanterweise konnten auch bei Männern mit Parodontitis im Sperma entsprechende Mundbakterien nachgewiesen werden, die die Funktion der Spermien beeinträchtigen und somit die Ursache einer Zeugungsunfähigkeit darstellen können. Auch wiesen die Zähne und Zahnfleisch von Müttern, die untergewichtige Kinder zur Welt brachten, stärkere entzündliche Veränderungen auf, als die von Müttern mit normalgewichtigen Neugeborenen.

Das Risiko, ein untergewichtiges Kind zu gebären, war bei Frauen mit einer Parodontitis bis auf das siebenfache erhöht. Ähnliche Zahlen gibt es für Frauen mit Harnwegsinfektionen.

Als Erklärungsmodell wird angenommen, dass durch die chronische Zahnfleischentzündung Substanzen in die Blutbahn gelangen, die vorzeitige Wehen auslösen können, was zu einem früheren Geburtstermin führt. In den USA glaubt man, dass 18 Prozent aller Frühgeborenen durch Zahnfleischinfektionen verursacht sind, do dass jede fünfte Frühgeburt durch eine entsprechende Behandlung vermieden werden könnte.